Quelle: WAZ Bochum, F. Kannengießer
VfL Bochum II qualifiziert sich souverän. Auch der PSV schafft es in die Endrunde.
Sage und schreibe 117 Treffer bekamen die Zuschauer in der Rundsporthalle bei der Qualifikation des Bezirkes Bochum-Mitte II zu sehen. Mit dem VfL Bochum II hat sich der haushohe Favorit souverän durchgesetzt, die beiden Bezirksligisten Adler Riemke und Phönix Bochum hingegen schafften es nur bis ins Halbfinale. Nutznießer war der A-Kreisligist PSV Bochum, der bis ins Finale vordrang und somit bei der Endrunde der Hallenstadtmeisterschaft vertreten ist.
Die Bochumer ließen sich von der tollen Stimmung in der gut gefüllten Rundsporthalle tragen und produzierten in der Vorrunde der Gruppe D gegen die Kreisligisten Hellas Bochum (4:1), SV Türkiyemspor (8:1) und DJK Viktoria (9:0) wahre Torfestivals. Im „Vorrunden-Finale”, kam es zum Aufeinandertreffen mit dem SV Phönix, der bis dahin ebenfalls ungeschlagen war und gegen den VfL keinesfalls klein bei geben wollten.
So zeigte sich der momentan Letzte der Bezirksliga gallig und bis in die Fingerspitzen motiviert. Auch das 0:1 durch Alexander Neumann steckten die Phönixe weg und kämpften weiter. Kurz vor Schluss wurde der Außenseiter für seine Mühen belohnt, Muhammed Gürsoy erzielte das umjubelte 1:1 und weil Torwart Patrick Randan danach noch zwei Mal genau richtig stand, blieb es beim Remis der Gruppenfavoriten.
In Gruppe C gab es keine Überraschungen, überlegen setzten sich dort Ausrichter Riemke und der PSV durch. Wegen eines 2:1-Sieges im direkten Duell der beiden, durften sich die Polizisten über den insgesamt verdienten Gruppensieg freuen und damit vor allem, der U 23 des VfL als Gegner entgangen zu sein.
Stattdessen mussten die Riemker Adler im Halbfinale gegen den VfL ran. Nach dem 1:0 durch Justin Eilers kombinierte der VfL zwar ganz gefällig, ließ aber gute Möglichkeiten liegen. Auch wenn die Adler am Ausgleich schnupperten, blieb es beim 0:1.
Das zweite Halbfinale begann mit einem Lattenkracher des SV Phönix, der danach aber das Offensivspiel beinahe einstellte. Der PSV agierte dagegen kämpferisch und verdiente sich nach dem frühen 1:0 durch einen tollen Volleyschuss Moritz Jankowiaks auch den Finaleinzug. Den fehlenden Offensivdrang entdeckte Phönix im Spiel um den dritten Platz gegen Riemke wieder und gewann verdient mit 2:0, was Adler-Trainer Norbert Sikora enttäuschte: „Als Ausrichter hätte ich mir mehr erwartet. Immerhin hat sich niemand verletzt.”
Im Finale verwies der VfL den bemühten, aber doch chancenlosen PSV schließlich auf den zweiten Platz. Nach Toren von Viktor Braininger, Matthias Ostrzolek, Alexander Neumann (x2), und Marc Rzatkowski, gelang Mario Blaurock immerhin noch der Ehrentreffer zum 1:5. Co-Trainer Marc Varbelow zeigte sich trotzdem zufrieden: „Wir haben das Optimum rausgeholt. Jetzt wollen wir die Favoriten in der Endrunde ärgern, auch wenn es schwer wird.”
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